Pressemitteilung 16.12.2015

Glyphosat: Schmidt muss Giftmais stoppen

Zum heutigen Einspruch des EU-Parlaments gegen die Zulassung der gentechnisch veränderten Maislinie NK603xT25 von Monsanto für den europäischen Markt erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik:

Das Europäische Parlament hat vorgelegt, jetzt muss die EU-Kommission reagieren. Die Bundesregierung muss sich dafür einsetzen, dass die Kommission die Zulassung für glyphosat-resistenten Monsantos Giftmais schleunigst widerruft, alles andere wäre ein Affront gegen Europas demokratisch gewählte Volksvertretung.

Die Bundesregierung darf die Verantwortung nicht länger an die vermeintlich anonyme EU abschieben. Sie hat auch diese Genmais-Zulassung mit ermöglicht. CDU/CSU offenbaren in Sachen Gentechnik mehr und mehr, dass sie mit der Ablehnung, zu der sie sich zuhause öffentlich stets bekennen, in Wahrheit wenig am Hut haben. Minister Schmidt muss sich jetzt persönlich dafür einsetzen, dass weder der neue Monsanto-Giftmais noch andere Gentech-Pflanzen in Europa auf Teller, Felder und in die Futtertröge kommen. Und zwar nicht erst durch einen nachgeschobenen, national begrenzten Anbauverbotsversuch.

Der Gentech-Mais NK603xT25, den Monsanto jetzt nach Europa bringen darf, ist nicht nur gegen das wahrscheinlich krebserregende Glyphosat resistent, sondern auch gegen Glufosinat, das so giftig ist, dass es in der EU nur noch sehr begrenzt eingesetzt werden darf.

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