Pressemitteilung 26.02.2015

Arbeitslose bleiben von positiver Beschäftigungsentwicklung abgekoppelt

Zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat Februar erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Dem milden Winter sei Dank ist die Zahl der Arbeitslosen leicht gesunken. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass viele Arbeitslose nicht vom Beschäftigungsboom profitieren. Gesucht werden Fachkräfte, aber nahezu die Hälfte der Arbeitslosen hat keine oder nur eine veraltete Ausbildung. Deswegen sinkt die Zahl der von Arbeitsagenturen und Jobcenter in Arbeit Vermittelten seit Jahren. Zuletzt ist die Vermittlungsquote auf 13 Prozent gesunken. Die Zahl der Abgehängten wächst.

Arbeitsministerin Nahles nimmt das alles achselzuckend hin, obwohl der Trend weiter nach unten zeigt. So sind zum Beispiel die Förderzahlen bei den Arbeitslosen 2014 erneut zurückgegangen.
Um endlich eine Wende hinzubekommen, ist ein Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik notwendig. Wenn Arbeitslose nicht dauerhaft abgehängt werden sollen, muss endlich wieder mehr in ihre Fähigkeiten investiert werden.

Das bedeutet mehr Geld für Qualifizierungen und die Konzentration auf nachhaltige Vermittlung in Beschäftigung. Denn auch das gehört zur Wahrheit dazu: Nur 57 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse, in die Arbeitslose vermittelt werden, haben ein Jahr Bestand. Bei Arbeitslosengeld-II-Beziehern sind es sogar nur 44 Prozent. Darum muss auch der geltende Vorrang von Vermittlung vor Förderung vor allem für geringqualifizierte Arbeitslose wegfallen.

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