Pressemitteilung 26.02.2015

Plastik gehört nicht ins Meer

Zum heutigen Start eines Forschungsprogramms zu Plastikmüll im Meer erklären Kai Gehring, Sprecher für Forschung, und Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

Die Forschung hat längst eindeutig belegt, dass die Anreicherung von Mikroplastik in der Umwelt gravierende Probleme verursacht. Kunststoff ist extrem beständig und wird in der Umwelt gar nicht oder nur über sehr lange Zeiträume abgebaut. Meerestiere leiden und sterben wegen der Aufnahme von Mikroplastik. Das müssen wir beenden.

Es ist richtig, die Forschung zu den Mengen von Mikroplastik in der Umwelt und ihren Auswirkungen auch auf die menschliche Gesundheit zu intensivieren. Diese sinnvollen Forschungsaktivitäten dürfen aber nicht von dringenden Sofortmaßnahmen ablenken: Die Bundesregierung muss unverzüglich Maßnahmen zur Eindämmung der Plastikmüllflut an der Quelle ergreifen. Es ist skandalös und enttarnend, dass gerade gestern unser Antrag gegen Mikroplastik von den Koalitionsfraktionen im Umweltausschuss abgelehnt wurde. Auch im Kampf gegen unnötige Plastiktüten oder für Mehrweggetränkeverpackungen bleibt unsere Regierung erstaunlich passiv. Forschung ersetzt diese Maßnahmen nicht.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4394611