Pressemitteilung 07.01.2015

Weltverfolgungsindex: Religiöse Verfolgung nimmt weltweit zu

Anlässlich der Veröffentlichung des Weltverfolgungsindex 2015 erklärt Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik:

 

Religiöse Intoleranz ist weltweit auf dem Vormarsch. Extremistische Gruppierungen wie ISIS verfolgen Andersgläubige - ob gemäßigte Muslime, Jesiden oder Christen - mit barbarischem Eifer. Der "Weltverfolgungsindex 2015" des christlichen Hilfswerk Open Doors zeigt mit Blick auf verfolgte Christinnen und Christen einen wichtigen Ausschnitt der religiösen Verfolgung. 


Nach diesem Index haben Schärfe und geographische Ausbreitung der Verfolgung weiter zugenommen. Die Situation ist in der Tat in vielen im Bericht genannten Staaten besorgniserregend - auch in Saudi-Arabien, ein Land, das die Bundesregierung immer wieder zu ihren Partnern ausgerufen hat.

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen - öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen. So steht es in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Unsere Aufmerksamkeit muss den Schwachen, den Opfern religiöser Verfolgung gelten, unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit. 


Gerade die Wahllosigkeit, mit der Gruppen wie ISIS alle Andersgläubigen verfolgen, zeigt, dass der Graben nicht zwischen Religionen verläuft, sondern zwischen Extremisten und Demokraten - egal welcher Religion sie angehören.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4394174