Pressemitteilung 01.07.2015

Artenschutz: Wilderei und Wildtierverkauf stoppen

Zum 40-jährigen Jubiläum des Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Auch nach 40 Jahren ist das Washingtoner Artenschutzübereinkommen hoch aktuell, denn das Artensterben ist eine der globalen Krisen, die von den nationalen Regierungen weitgehend ignoriert wird.

Weltweit ist die Vielfalt von Tieren und Pflanzen gefährdet, so führt die Weltnaturschutzorganisation auf ihrer roten Liste mehr als 22 000 Arten als bedroht auf. Wilderei hat dran einen großen Anteil. Wildfänge bringen oftmals ganze Populationen an den Rand des Aussterbens. Die UN stuft Wilderei sogar als organisierte Kriminalität ein und oftmals finanzieren sich kriminelle Kartelle, Terrorgruppen und Bürgerkriegsparteien aus den Erlösen des illegalen Wildtierhandels.

Deutschland gehört zu den größten Absatzmärkten für Wildtiere, deshalb muss die Bundesregierung den illegalen Artenhandel auch als innenpolitische Herausforderung annehmen und ahnden. Dafür braucht es bundeseinheitliche Regelungen für den Handel mit Wildtieren, ein Verbot von gewerblichen Tierbörsen für Wildtiere sowie ein Importverbot von Wildfängen in die EU. Wir erwarten von der Bundesregierung, endlich die Versprechungen aus ihrem Koalitionsvertrag zu erfüllen und Wilderei und den Verkauf von Wildtieren zu stoppen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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