Pressemitteilung 09.07.2015

Schwesigs Jugendstrategie bleibt ohne klare Angebote

Zur heutigen Vorstellung der „Jugendstrategie 2015-2018“ durch Bundesministerin Manuela Schwesig erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik und Ausbildung:

Knapp die Hälfte der Wahlperiode hat die Ministerin bereits ohne nennenswerte Akzente in der Jugendpolitik verstreichen lassen. Es ist höchste Zeit, dass hier etwas passiert. Schwesigs Jugendstrategie benennt wichtige Punkte. Mit Jugendlichen zu reden, ist gut. Konkrete Politik braucht aber auch konkrete Entscheidungen. Genau daran mangelt es in Schwesigs Vorhaben.

Leider ignoriert die Bundesregierung auch in ihrer „Jugendstrategie 2015-2018“ wichtige jugendpolitische Betätigungsfelder. Die Ministerin will mehr politische Beteiligung von Jugendlichen, traut sich aber nicht, das Naheliegende zu tun und das Wahlalter zu senken. Wenn Jugendliche sichtbar werden sollen, brauchen sie eine Stimme gegenüber der Politik. Darum fordern wir die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre auf Bundes- und Europaebene.

Wir fordern außerdem einen garantierten Zugang zur Berufsausbildung. Damit bekämpfen wir Jugendarmut und fördern die soziale Teilhabe Jugendlicher und junger Erwachsener.

Die Bundesregierung muss sich auch um junge Menschen kümmern, die Probleme mit dem Übergang zwischen Schule und Berufsleben haben. Hier brauchen wir eine stärkere Jugendsozialarbeit und bessere Hilfen für junge Volljährige. Kein junger Mensch darf abgehängt und zurückgelassen werden.

Die Ministerin sollte sich nicht nur mit Sonnenscheinthemen profilieren. Jugendliche und junge Erwachsene brauchen handfeste Angebote. Für die Lösung von Problemen junger Menschen fehlt der „Jugendstrategie 2015-2018“ leider die Strategie.

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