Pressemitteilung 22.06.2015

Ahmed Mansur: Anspruch auf faires Verfahren

Anlässlich der Inhaftierung des am Samstagnachmittag am Berliner Flughafen Tegel festgenommen 53-Jährigen Al-Dschasira Journalisten Ahmed Mansur erklärt Tabea Rößner, Sprecherin für Medienpolitik, und Franziska Brantner, Stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss:

Die Hintergründe der Verhaftung des Journalisten Ahmed Mansur sind weiterhin höchst unklar und rechtlich undurchsichtig. Die Bundesregierung, allen voran Innen- und Justizministerium, gibt in dieser Frage ein jämmerliches Bild ab. Deutschland darf keinesfalls Handlanger einer Verfolgung Mansurs durch das ägyptische Regime werden, insbesondere wenn ihm absehbar kein faires Verfahren bevorsteht und sogar die Todesstrafe drohen könnte. Die Auslieferung muss verhindert werden.

Das ägyptische Regime unter Präsident Al-Sisi wird seit Monaten wegen etlicher Verhaftungen und Schauprozesse gegen Journalisten von Regierungen und Menschenrechtsorganisationen auf das Schärfste kritisiert. Ahmed Mansur darf nicht das Opfer einer weiteren Machtdemonstration des Willkürregimes in Kairo werden.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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