Pressemitteilung 19.06.2015

Chapeau, Frau Hendricks!

Zur gemeinsamen Erklärung von Umweltministerin Hendricks und den AKW-Betreibern hinsichtlich der Zwischenlagerung von 26 Castoren aus der Wiederaufarbeitung erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Umweltministerin Hendricks hat völlig zu Recht die Initiative ergriffen, nachdem Bayern den 2013 eigentlich versprochenen Bund-Länder-Konsens verhindert hat. Mithin ist das scheinheilige Wutgeschrei aus München auch völlig unangemessen. Bayern war und ist einer der größten Atommüll-Verursacher der Republik. Es ist überfällig, dass Bayern dafür endlich auch solidarisch Verantwortung übernimmt.

Die Energiekonzerne müssen nun ihrer Verantwortung gerecht werden und ihre Klagen nicht nur ruhend stellen, sondern ganz zurückziehen. Wir erwarten, dass sie möglichst schnell eine Lösung für ihren Atommüll auf den Tisch legen. Bayern muss, wie die anderen Länder auch, dies konstruktiv unterstützen.

Die Scheinheiligkeit der CSU zeigt der Blick zurück: 2010 wollte sie den Menschen in Bayern mit der Laufzeitverlängerung über 160 zusätzliche Castoren aufhalsen, neben vielen Jahren Reaktorrisiko. Dank Atomausstieg bleibt dem Land also in Wirklichkeit ein Vielfaches der jetzt zur Debatte stehenden Atommüll-Menge erspart. Das sollte den politisch Verantwortlichen bewusst sein.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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