Pressemitteilung 05.06.2015

CSD in Kiew – Solidarität mit Lesben, Schwulen und Transgender

Zu den Äußerungen des ukrainischen Staatspräsidenten Petro Poroschenko den geplanten "Marsch für Gleichberechtigung" im Rahmen des Christopher Street Day (CSD) am Samstag zu unterstützen, erklärt Beate Walter-Rosenheimer MdB, die zum CSD nach Kiew gereist ist:

Das ist eine großartige Nachricht. Die Ukraine zeigt, dass sie zu Europa gehört. Es ist sehr gut, dass das Staatsoberhaupt der Ukraine sich auf die Seite der Lesben, Schwulen und Transgender stellt, die am Samstag friedlich für ihre Rechte demonstrieren wollen. Und es ist ein immens wichtiges Zeichen, dass Herr Poroschenko sagt, dass er kein Verständnis habe, für "störende politische Bewegungen".

Im letzten Jahr musste die Demonstration sogar abgesagt werden. Das darf nicht mehr passieren. Es kann nicht sein, dass der Staat vor dem Mob einknickt. Schwule, Lesben und Transgender müssen für ihre Rechte und für Akzeptanz demonstrieren dürfen. Ansonsten wird jegliche Möglichkeit zur gesellschaftlichen Veränderung im Keim erstickt.

Wir müssen die Menschen in der Ukraine unterstützen, die für ein modernes Land, für Respekt und Akzeptanz auf die Straße gehen und damit enormen Mut zeigen. Es geht beim CSD nicht um irgendeinen Spaßumzug sondern um Menschenrechte. Und ganz konkret darum, auf die schlimme Lage der Lesben, Schwulen und Transgender in der Ukraine aufmerksam zu machen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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