Pressemitteilung 18.06.2015

Enzyklika als Weckruf

Zur heute vorgestellten Enzyklika des Papstes erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender:

Der Papst beschreibt zielsicher die ökologischen Grenzen unseres Planeten wie auch die existenziellen Risiken für die Menschheit. Wenn wir die Klimakrise weiter befeuern, Wasser verschmutzen und die Umwelt vermüllen, entziehen wir uns unsere Lebensgrundlagen. Dabei verknüpft der Papst konsequent die ökologische mit der sozialen Dimension. Umweltpolitik ist immer auch eine Frage der Gerechtigkeit, weil sich die Armen eine kaputte Umwelt erst recht nicht leisten können.

Für Union und SPD ist die Enzyklika eine unbequeme Mahnung. Sie ist ein Weckruf für eine moderne Umweltpolitik, für eine grundlegende sozial-ökologische Transformation. Die Enzyklika verdeutlicht, dass diese Bundesregierung den Herausforderungen der Umweltpolitik nicht gerecht wird und dass sie in vielen Bereichen herum stümpert, sabotiert und verharmlost. Wir brauchen jedoch eine verantwortungsvolle, kompetente, beherzte Umweltpolitik, damit unser Planet erhalten bleibt. An dieser Stelle wünschen wir uns, dass die Christdemokraten und Christsozialen den Papst in seiner Eindringlichkeit ernst nehmen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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