Pressemitteilung 11.06.2015

Kinderarbeit wirksam bekämpfen

Zum Tag gegen Kinderarbeit erklären Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik, und Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Noch immer arbeiten weltweit 168 Millionen Kinder. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet unter gefährlichen Bedingungen und wird ausgebeutet. Die Arbeit in Fabriken, Steinbrüchen und auf Plantagen macht sie körperlich und psychisch krank; pro Jahr sterben 22.000 Kinder bei Arbeitsunfällen. Diese Zustände sind nicht hinnehmbar. Kinder arbeiten ohne Verträge, ohne Schutz und ohne Sozialleistungen. In ihrer Verzweiflung organisieren sich die Kinder inzwischen sogar gewerkschaftlich. Denn wer illegal arbeitet, hat keine Rechte.

Kinderarbeit und Ausbeutung müssen auf internationaler Ebene weiter engagiert bekämpft werden. Denn der Kampf gegen Kinderarbeit ist nicht aussichtslos: Die Zahl der Kinder, die zur Arbeit gezwungen werden, ist in den letzten zwölf Jahren um fast ein Drittel zurückgegangen. Der Anteil der Mädchen sank sogar um 40 Prozent. Diese Fortschritte reichen jedoch noch lange nicht aus. Zum besseren Schutz von Kindern braucht es gesetzlich verbindliche Regeln für die globale Lieferkette, zum Beispiel ehrgeizige Standards für die Kennzeichnung von Produkten. Nur so kann Kinderarbeit bei der Herstellung unserer Konsumgüter unterbunden werden. Aber auch auf nationaler Ebene gibt es blinde Flecken: So müssen die Rechte von Kindern endlich ins Grundgesetz aufgenommen werden

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4395667