Pressemitteilung 25.06.2015

UN: Mehr Gewicht in die Waagschale werfen

Zum 70. Jahrestag der Unterzeichnung der Charta der Vereinten Nationen erklärt Tom Koenigs, Mitglied im Unterausschuss Vereinte Nationen:

Die Vereinten Nationen haben die Menschenrechte weltweit zum Maßstab gemacht - zu einer globalen Sprache. Zwar verfügen sie nicht über die Mittel, Mächtige zur Achtung des Rechts auf Nahrung oder zur Abschaffung von Folter zu zwingen. Aber ihre öffentliche Ächtung von Menschenrechtsverletzungen ist eine unschätzbare Unterstützung für viele Millionen Menschen, die oft unter hohem persönlichem Risiko auf der ganzen Welt für diese Rechte kämpfen. Mit ihren Friedensmissionen, Programmen zum Wiederaufbau und über ihre zahlreichen Unterorganisationen sind die Vereinten Nationen selbst aktiv, um die Welt friedlicher und nachhaltiger zu machen.

Den Vereinten Nationen mehr Erfolge zu wünschen - vom Südsudan über den Nahen Osten bis in die Ukraine - heißt vor allem, die beteiligten Mächte an ihre Verpflichtungen zu erinnern. Ja, die Vereinten Nationen sind reformbedürftig. Gerade deshalb sind sie auf aktive, initiativfreudige Mitglieder angewiesen, die ihr Gewicht in die Waagschale werfen. Mit aller Kraft daran mitzuarbeiten, dass global mehr gelingt: Das wäre die deutsche und die europäische Aufgabe. 70 Jahre nach ihrer Gründung warten mehr Herausforderungen denn je zuvor auf die Weltorganisation. Sie braucht massive politische Unterstützung. Mit anderen Worten: Wer zum runden Geburtstag gute Wünsche formuliert, muss sie durch die Selbst-Verpflichtung ergänzen, das Mögliche zu ihrer Umsetzung beizutragen.

Unser Positionspapier zu einer Reform der Vereinten Nationen und mehr deutschem Engagement finden Sie hier: http://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/fraktion/beschluesse/Beschluss_Vereinte_Nationen.pdf

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4396063