Pressemitteilung 31.03.2015

Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt, doch Langzeitarbeitslose profitieren kaum

Zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat März erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Die gute Konjunktur und die einsetzende Frühjahrsbelebung lassen die Arbeitslosenzahlen sinken. Diese gute Nachricht vom Arbeitsmarkt widerlegt eindrucksvoll die Horrorszenarien der Mindestlohn-Zweifler. Die CSU muss jetzt endlich aufhören, den Mindestlohn und seine Kontrolle zu diskreditieren. Ein Mindestlohn, der nicht kontrolliert wird, ist schlicht kein Mindestlohn.

Zu den guten Arbeitsmarktzahlen trägt Arbeitsministerin Nahles jedoch kaum etwas bei. Viele Langzeitarbeitslose profitieren nicht vom Beschäftigungsboom. Anstatt in guten Zeiten in die Arbeitslosen zu investieren, lässt Nahles sie weiter links liegen. Die Förderzahlen und Vermittlungsquoten gehen sogar zurück. Das Geld, das eigentlich für die Förderung Arbeitsloser gedacht ist, wird zur Deckung der steigenden Verwaltungskosten verwendet. Um die strukturellen Probleme am Arbeitsmarkt sowie den Jobcentern und Arbeitsagenturen zu lösen, ist ein radikaler Kurswechsel nötig. Das bedeutet mehr Geld für Qualifizierung von Arbeitslosen und eine Konzentration auf nachhaltige Vermittlung in Beschäftigung. Nur so bekommen auch die Langzeitarbeitslosen eine echte Chance, vom Aufschwung am Arbeitsmarkt zu profitieren.

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