Pressemitteilung 12.03.2015

Gigaliner-Feldversuch: Umweltbilanz wird schöngerechnet

Zum heute vorgestellten Zwischenbericht des Gigaliner-Feldversuchs durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) erklärt Stephan Kühn, Sprecher für Verkehrspolitik:

Bei der Beurteilung des Feldversuches klammert Verkehrsminister Dobrindt alles aus, was ihm nicht passt. Er sagt nichts über die Auswirkungen der Gigaliner auf die Verkehrssicherheit, nichts über die Verlagerungseffekte von der Schiene auf die Straße, nichts über die damit steigenden Umweltbelastungen. Abenteuerlich einfach ist die Rechnung von Verkehrsminister Dobrindt, zwei Gigaliner würden drei normale Lkw ersetzen. Diese Behauptung lässt sich angesichts der dünnen Datenbasis überhaupt nicht belegen.

Alexander Dobrindt fährt im Gigaliner mit Vollgas in eine Sackgasse. Er bekommt offensichtlich nicht mit, dass es für die Branche eine vielversprechende Alternative gibt. So testet Nordrhein-Westfalen Euro-Trailer, also verlängerte Sattelzügen von 17,8 Metern Länge, anstelle von Gigalinern. Für die Euro-Trailer – auch das sollte der Verkehrsminister in seine Rechnung aufnehmen – müsste kein extra Geld in die Hand genommen werden, um die Straßen anzupassen.

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