Pressemitteilung 25.03.2015

Naturschutzgebiete: Bundesregierung verspielt Vorreiterrolle

Zu Berichten über ein EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen Versäumnissen bei der Ausweisung und dem Erhalt von Naturschutzgebieten erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:

Das ist eine heftige Klatsche für die Bundesregierung. Die EU sagt deutlich: Deutschland tut zu wenig für den Naturschutz. Mit eklatanten Versäumnissen verspielen wir eine Vorreiterrolle, denn Natura 2000 ist ein Projekt mit internationaler Strahlkraft.

Das jetzige Verfahren und auch möglich Strafzahlungen sind die Folge jahrelanger Verschleppung. Es ist skandalös, dass fünf Jahre nach Fristablauf der Erhalt und die Ausweisung der Natura 2000 Flächen noch immer ungeklärt ist. Schlimmer noch: Die Bundesregierung wollte damit sogar noch bis zum Jahre 2022 warten.

Natura 2000 ist ein einzigartiges europäisches Schutzgebiets-Netzwerk. Wir brauchen diese Gebiete, um Tiere und Pflanzen in Europa zu schützen und unsere Ziele für die biologische Vielfalt zu erreichen. Die Bundesregierung muss jetzt eine Naturschutz-Offensive starten.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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