Pressemitteilung 06.03.2015

Pille danach: Blockade der Union hat ein Ende

Zum heutigen Beschluss des Bundesrates zur Rezeptfreiheit der „Pille danach“ erklärt Kordula Schulz-Asche, Sprecherin für Prävention und Gesundheitswirtschaft:

Ab Mitte März ist in Deutschland, wie fast schon überall in Europa, die „Pille danach“ direkt in der Apotheke erhältlich. Das stärkt das Selbstbestimmungsrecht von Frauen nach einer „Verhütungspanne“ oder bei Anwendung von sexueller Gewalt. Die Union hat diese Möglichkeit zur selbstbestimmten Entscheidung von Frauen bei der Notfallverhütung seit mehr als zehn Jahren verhindert. Nun wurde die Union durch die Europäische Kommission zum Sinneswandel gezwungen.

Die Kritik von Frauenärzten, dass Apotheken nicht umfassend beraten können, teilen wir nicht. Wir erwarten, dass Apotheken nicht nur angemessen beraten, sondern auch die zeitnahe Einnahme der „Pille danach“ sicherstellen. Insbesondere im Notdienst müssen beide Wirkstoffe der „Pille danach“ vorrätig sein.

Das vom Bundesrat vorgesehene Verbot des Vertriebs der „Pille danach“ durch den Versandhandel erstaunt, weil gut informierte Frauen – gerade auch am Wochenende - bei Verhütungspannen sowieso auf Schnelligkeit setzen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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