Pressemitteilung 20.05.2015

Artenschutz-Report 2015 legt Versäumnisse des Bundesregierung offen

Zum heute vorgestellten „Artenschutz-Report 2015“ des Bundesamtes für Naturschutz erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Dieser Report ist ein eindringlicher Appell, mehr für den Arten- aber auch Klimaschutz zu tun. In ihm steht schwarz auf weiß, was die Bundesregierung jetzt tun muss, um den besorgniserregenden Zustand der Wälder, Meere und Flussauen zu verbessern. Die Reduzierung von Stickstoffen und Pestiziden in der Landwirtschaft muss ein vorrangiges Ziel werden, um das Artensterben einzudämmen. Denn der Report 2015 legt offen, wie die Folgen unserer industriellen Landwirtschaft intakte Natur und den Artenreichtum zerstören.

Die Daten sind erschreckend: Das Artensterben setzt sich in Deutschland seit 30 Jahren ungebremst fort. Ein Drittel unserer Tier- und Pflanzenarten ist gefährdet oder bereits ausgestorben. Die Situation bei den Bienen und wirbellosen Tieren ist dramatisch. Diese Zahlen gehen uns alle an.

Bisher wird die Bundesregierung ihr selbstgestecktes Ziel nicht erreichen, den Verlust an Biodiversität in Deutschland bis 2020 zu stoppen. Doch genau dies fordert die Nationale Strategie der Biologischen Vielfalt, die 2007 noch der damalige Umweltminister Gabriel auf den Weg gebracht hat.

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