Pressemitteilung 26.05.2015

Asylsuchende auf ihrem Weg in Arbeit unterstützen

Zu der heute veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Arbeitsintegration von Flüchtlingen in Deutschland erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Die Hürden zum deutschen Arbeitsmarkt sind für Asylbewerber nach wie vor viel zu hoch. So das Fazit der Autoren der Bertelsmann-Studie. Mit gravierenden Folgen sowohl für die Menschen, die hier Schutz suchen, als auch für den hiesigen Arbeitsmarkt. Denn die Asylsuchenden bringen enorme Potenziale mit. Wir brauchen endlich eine Qualifizierungsoffensive für Asylsuchende und Geduldete. Dazu gehören ausreichend finanzielle Mittel für Deutschkurse, für die Erfassung und Anerkennung im Ausland erworbener beruflicher Qualifikationen und für die Beratung und Vermittlung in Arbeitsagenturen und Jobcentern. So werden Brücken in Arbeit und Teilhabe gebaut und dreifacher Mehrwert geschaffen: Qualifikation, Integration und Fachkräftesicherung.

Die Bundesregierung macht bisher keine ernsthaften Vorschläge, Asylsuchende auf ihrem Weg in Arbeit ausreichend zu unterstützen. Stattdessen knausert sie bereits bei den Deutschkursen. Dabei ist das Erlernen der deutschen Sprache die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Wenn Frau Nahles in den Medien mehr finanzielle Unterstützung für Arbeitsagenturen und Jobcenter fordert, kann man nur den Kopf schütteln. Sie sollte ihre Forderungen an ihren Ministerkollegen Schäuble richten und sich in den Haushaltsverhandlungen für mehr Geld stark machen. Mit Sonntagsreden und Gipfeltreffen ist noch niemandem geholfen.

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