Pressemitteilung 04.11.2015

Diskussion über schwarze Kassen beim DFB hinter verschlossenen Türen

Zur Entscheidung der großen Koalition, die heutige Beratung über die Unregelmäßigkeiten im Rahmen der Vergabe und Organisation der Fußballweltmeisterschaft 2006 nicht in öffentlicher Sitzung durchzuführen, erklären Özcan Mutlu, Sprecher für Sportpolitik, und Monika Lazar, Obfrau im Sportausschuss:

Aufgrund des hohen öffentlichen Interesses an einer Aufklärung der Unregelmäßigkeiten im Rahmen der Vergabe und Organisation der Fußballweltmeisterschaft 2006 haben wir die Öffentlichkeit dieses Tagesordnungspunktes beantragt. Ganz offensichtlich haben CDU/CSU und SPD kein Interesse, mehr Licht in den DFB-Skandal um die verschwundenen WM-Millionen zu bringen.

Das Sommermärchen des Jahres 2006 entwickelt sich zu einem Alptraum für den organisierten Fußball. Dies liegt im Moment vor allem auch am katastrophalen Auftreten der damaligen wie der aktuellen Funktionäre des DFB. Von einer aktiven Aufklärungsarbeit kann keine Rede sein.

Doch nicht nur der DFB, auch die Bundesregierung, einschließlich des zuständigen Sportministers de Maizière, hat sich bisher erstaunlich still verhalten, obwohl ihr alle Akten des Organisationskomitees vorliegen. Wir haben viele Fragen an die Bundesregierung, die wir heute in nichtöffentlicher Sitzung und später in geeigneter Form auch öffentlich stellen werden. Die große Koalition kommt nicht darum herum, auch wenn sie heute die Öffentlichkeit aussperrt.

Wir setzen uns weiter für öffentliche Ausschusssitzungen ein und haben diese politische Grundsatzhaltung mit einem Bundestagsantrag bekräftigt (Drucksache 18/3045).

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