Pressemitteilung 10.11.2015

Klimaschutz: Mahnungen der Internationalen Energieagentur müssen Ansporn sein

Zum neuen World Energy Outlook 2015 der Internationalen Energieagentur (IEA) erklärt Annalena Baerbock, Sprecherin für Klimapolitik:

Die internationale Energieagentur hat Recht: Es braucht eine massive Kurskorrektur für den Klimaschutz. Mit ihrem Bericht sendet die Agentur einen klaren Auftrag an Paris: Raus aus den Fossilen – rein in die Erneuerbaren. Und zwar so schnell wie möglich.

Der Energiesektor trägt die Hauptverantwortung für die Klimakrise und ist damit gleichzeitig Schlüsselsektor für den globalen Wandel zu einer klimaneutralen Gesellschaft. Die erfreulichen Ausbauzahlen der Erneuerbaren Energien sind ein positives Zeichen für den Wandel. Sie dürfen jetzt aber nicht zu falscher Zurückhaltung und „business as usual“ führen.

Wir sind immer noch zu weit von der 2-Grad-Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs entfernt. Paris muss deshalb die 2-Grad-Begrenzung verbindlich beschließen und damit Investitionen in Erneuerbare Energien stärken und die globale Energiewende beschleunigen. Dafür müssen auch die Finanzierungsmittel und weitergehende Unterstützung zugesagt werden.

Deutschland war einst Motor der Energiewende, gerät aber zunehmend ins Hintertreffen. Es braucht eine Offensive für den Ausbau der Erneuerbaren statt Bestandsschutz für die Kohle. Es braucht einen globalen Technologietransfer für Erneuerbare statt Subventionen und Bürgschaften für klimaschädliche Kohle. Bemühungen für eine globale Energiewende müssen in den Mittelpunkt der deutschen Außenwirtschaftspolitik rücken – nur so kann Deutschland international als glaubwürdiger Partner für Klimaschutz auftreten.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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