Pressemitteilung 17.11.2015

Schmidt muss Import giftiger Glyphosat-Gensoja stoppen

Zu den Zulassungsanträgen für drei Gentechnik-Soja-Pflanzen, die morgen im zuständigen EU-Ausschuss behandelt werden, erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik:

Wir fordern Christian Schmidt auf, morgen die neuen Gensoja-Importzulassungen von Monsanto und Bayer abzulehnen. Wenn die Bundesregierung die Vorbehalte der Menschen gegen Gentechnik wirklich ernst nimmt, muss sie dazu beitragen, dass Gensoja auf EU-Ebene gar nicht erst zugelassen wird – vor allem dann nicht, wenn sie mit giftigem Glyphosat behandelt wurde.

Der Minister lehnt wie wir den Vorschlag von Jean-Claude Juncker ab, Gentechnik-Importe zu renationalisieren. Wenn er diese Entscheidung aber nicht auf nationaler Ebene treffen will, muss er sich gegen eine EU-Zulassung aussprechen.

Die Früchte der Pflanzen, die Monsanto und Bayer jetzt nach Europa bringen wollen, sind besonders problematisch. Die drei Gensoja-Sorten sind nicht nur gegen das wahrscheinlich krebserregende Glyphosat, sondern auch gegen weitere noch giftigere Pestizide resistent. Die importierte Soja würde also nicht nur Rückstände von Glyphosat, sondern auch von seinen noch gefährlicheren Beistoffen und anderen giftigen Pestiziden enthalten.

Wir würden Gifte in Futter- und Lebensmitteln importieren, die nicht einmal die europäische Lebensmittelaufsicht EFSA für sicher hält. Dazu kommt: Das damit erzeugte Fleisch müsste noch nicht einmal gekennzeichnet werden, weil Minister Schmidt mit der versprochenen Gentechnik-Kennzeichnungspflicht für tierische Produkte bei der EU einfach nicht vorankommt.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4397226