Pressemitteilung 28.10.2015

Ganz Europa vor Gentechnik-Importen schützen

Zum heute vom EU-Parlament abgelehnten „Juncker-Plan“ für nationale Handels- und Importverbote für Gentechnik-Futter- und Lebensmittel erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik:

Es ist gut und richtig, dass diese vollkommen unrealistische Idee durchgefallen ist. Dadurch darf aber das wichtige Anliegen, Europa vor immer mehr Importen fragwürdiger Gentechnik-Produkte zu schützen, nicht gleich mit beerdigt werden. Jean-Claude Juncker muss jetzt endlich die versprochene Reform des Zulassungsverfahrens angehen, statt mit derart unbrauchbaren Vorschlägen Verwirrung zu stiften und die Menschen zu verunsichern.

Das Besondere am Juncker-Plan ist, dass so ziemlich alle dagegen sind – allerdings aus deutlich unterschiedlichen Motiven. Minister Schmidt macht sich vor allem Sorgen um die hiesige Fleischindustrie, die dringend auf Gentech-Futter für ihre Massentierhaltung angewiesen sei. Das zeigt, wie herzlich egal Schmidt und der Bundesregierung die „Vorbehalte der Bevölkerung gegenüber der Gentechnik“ in Wahrheit sind, die sie angeblich ernst nehmen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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