Pressemitteilung 08.10.2015

Kein Ei mit der Drei – auch nicht in verarbeiteten Lebensmitteln!

Zum morgigen Welt-Ei-Tag erklären Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik, und Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik:

Dort, wo die Verbraucherinnen und Verbraucher Transparenz haben, stimmen sie an der Kasse ab. So hat der Marktanteil von Eiern aus Bio-Haltung, mit 0 Kennzeichnung, zugenommen – während der Absatz von Eiern aus Käfighaltung eingebrochen ist.

Schwierig wird es beim Kauf eierhaltiger Produkte. Die Kunden wissen nicht, aus was für einer Haltung die tierischen Produkte kommen, die sie kaufen. Wer Nudeln, Kuchen oder Eiersalat kauft, weiß meist nicht, ob Käfigeier enthalten sind. Deshalb ist eine Änderung der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung längst überfällig. Wir brauchen eine verpflichtende Kennzeichnung für verarbeitete Eier und Eierprodukte, sodass Verbraucherinnen und Verbraucher selbst entscheiden können, was sie kaufen.

Die fehlende Kennzeichnungspflicht bedeutet auch einen wirtschaftlichen Nachteil für Hersteller, die keine Käfigeier mehr einsetzen. Nur wenn Kunden wissen, in welchen Produkten Eier aus Freilandhaltung enthalten sind, ist freie Wahl beim Einkauf möglich. Das hat die seit 2004 verpflichtende Haltungskennzeichnung, von der damaligen rot- grünen Bundesregierung eingeführt, für frische Eier gezeigt.

Obwohl sich Bund und Länder auf der Agrarministerkonferenz im Oktober endlich auf einen Ausstieg aus der Käfighaltung von Legehennen ab 2025 geeinigt haben, werden auch nach dieser Regelung weiterhin zahlreiche Eier aus Käfighaltung aus dem Ausland in Deutschland verkauft werden. Um diese kenntlich zu machen, braucht es eine Kennzeichnungspflicht und würde somit auch die Stärkung des nationalen Markts bedeuten.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4396835