Pressemitteilung 06.10.2015

Mehr menschenwürdige Arbeit – mehr Demokratie im Betrieb

Anlässlich des weltweiten Tages für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte:

Nur menschenwürdige Arbeit ist gute Arbeit. Deshalb müssen wir den Wettbewerb um die niedrigsten Löhne endlich stoppen. Fast täglich gibt es Nachrichten über schlechte Arbeit: Hungerlöhne in Textilbetrieben, Kinderarbeit bei Smartphone-Herstellern, Ausbeutung auf Schlachthöfen. Nicht nur international ist Arbeit oft prekär, auch in Deutschland werden normale Arbeitsplätze immer wieder durch Leiharbeit, Befristungen oder Minijobs ersetzt. Und daraus entsteht immer öfter prekäre Beschäftigung.

Leiharbeit und Werkverträge sind immer noch nicht reguliert. Dabei wäre in der Leiharbeit endlich ein Equal Pay ab dem ersten Tag notwendig und gleichzeitig brauchen wir neue Kriterien für Werkverträge. Es muss Schluss sein mit Tarifflucht und immer größer werdenden Randbelegschaften. Sachgrundlose Befristungen müssen endlich abgeschafft werden. Denn die Menschen brauchen Sicherheit, um ihr Leben planen zu können.

Neben all diesen politischen Maßnahmen brauchen wir aber auch starke Gewerkschaften. Um sie zu stärken, muss endlich die ILO Kernarbeitsnorm, die freie gewerkschaftliche Betätigung und das Recht auf Kollektivverhandlungen festschreibt, weltweit durchgesetzt werden. Selbst in Deutschland häufen sich in den letzten Jahren Berichte, nach denen die Arbeit und die Wahlen von Betriebsräten behindert werden. Das geht gar nicht. Deshalb müssen Betriebsräte

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4396817