Pressemitteilung 28.10.2015

Wieder Auspeitschung von Badawi – es braucht mehr internationalen Druck

Anlässlich aktueller Berichte, dass Raif Badawi in Saudi-Arabien wieder ausgepeitscht werden soll, erklärt Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik:

Raif Badawi hat im Internet die Trennung von Religion und Staat gelobt. Er trat damit für grundlegende Menschenrechte – Religions- und Meinungsfreiheit - ein. In Saudi-Arabien wurde er deshalb zu 10 Jahren Haft, einer Geldstrafe und 1000 Peitschenhieben verurteilt. Die Auspeitschungen sollen heute fortgesetzt werden. Seine Frau, die mit den drei gemeinsamen Kindern in Kanada lebt, ist in großer Sorge. Bereits die ersten 50 Peitschenhiebe, die Badawi im Januar diesen Jahres zugefügt wurden, haben ihm schwer zugesetzt.

Wir fordern die Bundesregierung auf, sich nachdrücklich und auf allen politischen Ebenen für die Freilassung von Raif Badawi einzusetzen. Wenn wir ISIS im Irak und Syrien bekämpfen, ist der Umgang mit der Lage in Saudi-Arabien eine Frage unserer Glaubwürdigkeit. Wie bei ISIS werden auch dort Menschenrechte missachtet und das Leben von andersdenkenden Menschen als wertlos betrachtet. Menschen werden gesteinigt, gefoltert und gehängt. Auch zur Rettung anderer Opfer dieser willkürlichen Gewalt dürfen wir bei Raif Badawi nicht schweigen und müssen den internationalen Druck weiter verstärken.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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