Pressemitteilung 14.10.2015

Wohnungsmarkt: Verbandsklagerecht muss kommen

Zum Übernahmeangebot der Vonovia an die Deutsche Wohnen erklärt Chris Kühn, Sprecher Bau- und Wohnungspolitik:

Es ist besorgniserregend, wie rasant die Konzentration auf den Wohnungsmärkten voranschreitet. Wenn sich Vonovia und Deutsche Wohnen zusammen tun, ist das bereits die zweite Elefantenhochzeit in diesem Jahr. Angesichts eines Großkonzerns, der knapp eine halbe Million Wohnungen besitzt, fordern wir dringend ein Verbandsklagerecht für Mieterverbände. Nur so kann Augenhöhe zwischen Mieterinnen und Mietern und den Immobilienriesen hergestellt werden.

Die Vonovia muss verantwortlich mit ihrem Wohnungsbestand umgehen. Wir erwarten, dass der angekündigte Kurs „Wertsteigerung durch Mieterorientierung“ konsequent eingehalten wird. Wertsteigerung auf dem Rücken der Mieterinnen und Mieter oder zu deren Lasten darf es nicht geben.

Wohnen gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Hier ist auch die Bundesregierung in der Pflicht. Sie muss den öffentlichen Wohnungsmarkt stärken und deutlich mehr in den sozialen Wohnungsbau investieren. Die angekündigte Aufstockung auf eine Milliarde wird bei weitem nicht ausreichen. Wir fordern eine Aufstockung und Verstetigung der Mittel auf mindestens zwei Milliarden Euro jährlich.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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