Pressemitteilung 01.09.2015

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen endlich anpacken

Zu den Arbeitsmarktzahlen für den Monat August erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Es herrscht die übliche Sommerflaute am deutschen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahlen im Allgemeinen steigen leicht, die der Langzeitarbeitslosen bleibt fast unverändert hoch. Mit der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt steht jedoch eine akute Herausforderung auf der Tagesordnung. Trotzdem hat Ministerin Nahles wertvolle Zeit verspielt.

Obwohl sie selbst mit Mehrkosten von bis zu 3,3 Milliarden Euro im nächsten Jahr rechnet, ist in ihrem Haushalt kein Cent extra vorgesehen. Während die Bundesagentur für Arbeit längst mehr Mittel für Personal und Unterstützung mobilisiert hat, müssen Nahles` Jobcenter bis heute ohne zusätzliches Geld diese Herkulesaufgabe bewältigen. Aber auch darüber hinaus hakt es an allen Ecken und Enden.

Sprachkurse sind Mangelware. Die Vorrangprüfung ist eine zu hohe Hürde beim Arbeitsmarktzugang. Gleiches gilt für das bürokratische und teure Anerkennungsverfahren für berufliche Qualifikationen. Auszubildenden und Betrieben fehlt immer noch eine sichere Bleibeperspektive für die Zeit der Ausbildung und des Berufsstarts. Einen Vorschlag von Nahles für alternative Arbeitsmarktzugänge für Menschen aus dem Westbalkan gibt es nicht. So schaffen wir gar nichts.

Investitionen in Flüchtlinge zahlen sich aus – für die Menschen und für den Fachkräftearbeitsmarkt Deutschland. Das geht aber nur mit einer Arbeitsministerin, die offensiv an ihre Aufgaben herangeht und nicht einfach im Sommerloch abtaucht.

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