Pressemitteilung 09.09.2015

Kindersterblichkeit wirksam bekämpfen

Anlässlich des UNICEF-Berichtes zur Kindersterblichkeit erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

Der UNICEF-Bericht gibt Grund zur Hoffnung. Die Errungenschaften bei der Reduzierung der Kindersterblichkeit sind erfreulich, aber nicht zufriedenstellend. Das Ziel der Weltgemeinschaft, die Kindersterblichkeit bis zum Jahr 2015 um zwei Drittel zu reduzieren, wurde verfehlt. Noch immer sterben weltweit 16.000 Kinder pro Tag an meist vermeidbaren Todesursachen. Es liegt also noch ein weiter Weg vor uns.

Um Abhilfe zu schaffen, müssen Mangelernährung und Gesundheitsrisiken in Entwicklungsländern endlich wirksam bekämpft werden. Es braucht funktionierende Gesundheitssysteme und nachhaltige Anbaumethoden. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Versorgung muss ausgebaut werden.

Auch die Bundesregierung steht in der Verantwortung. Minister Müller hat das Thema Gesundheit in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt.

Die Vielfalt der Nahrungsmittel muss stärker in den Blick genommen werden. Maisbrei macht zwar satt, aber gerade Kinder brauchen für ihre Entwicklung wichtige Vitamine und Mineralien. Mit vielfältiger, agrarökologischer Produktion, die bäuerlich strukturiert ist, lässt sich der Mangelernährung begegnen.

Die globalen Nachhaltigkeitsziele, die Ende September in New York verabschiedet werden, müssen umgesetzt und dafür die notwendigen Strukturen geschaffen werden. Zu den nötigen Strukturveränderungen hat Minister Müller sich noch nicht geäußert.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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