Pressemitteilung 20.09.2015

Weltkindertag: Flüchtlingskinder brauchen Schutz und Förderung

Zum Weltkindertag am 20. September erklärt Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik, und Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik und Ausbildung

Das Bild eines ertrunkenen Flüchtlingsjungen an der türkischen Küste hat für alle Welt einmal mehr deutlich gemacht: Gerade minderjährige Flüchtlinge sind von der aktuellen Krise besonders schwer betroffen.‎

Die UN-Kinderrechtskonvention garantiert allen Kindern das Recht auf persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt und das Recht auf Beteiligung - ganz unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft oder Religion. Die häufig traumatisierten Kinder, die aus Kriegsgebieten nach Deutschland kommen, sind auf den besonderen Schutz unserer Gesellschaft angewiesen.

Zusätzlich zu Kriegserfahrungen und der nervenzehrenden Flucht, kann die Situation in den Erstaufnahme-Einrichtungen den Gesundheitszustand der Kinder noch verschlechtern. Sie leben oft auf engstem Raum mit ihren Familien und fremden Menschen, der Gefahr von Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Abgetrennte Spiel- und Freizeitbereiche für Kinder müssen Ruhe- und Schutzzonen bieten. Sie können Kindern helfen, die soziale Isolation zu durchbrechen und machen es dem notwendigen pädagogischen Betreuungspersonal möglich, emotionale oder Belastungsstörungen zu erkennen und Hilfe zu vermitteln.

Auf lange Sicht sind frühkindliche Bildung und Förderung von Flüchtlingskindern der Schlüssel für ihre Integration und Zukunft in Deutschland. Es wird in den kommenden Jahren immer mehr Bedarf an Plätzen für Flüchtlingskinder und die Förderung ihrer Sprachkenntnisse geben. Es muss daher verstärkt in den Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen, aber auch in die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern, im Umgang mit Flüchtlingskindern, und Projekte zur Sprachvermittlung investiert werden.

Im Jahr 2015 sollte der Weltkindertag genutzt werden, um ein starkes Signal zu senden, dass alle Kinder und Jugendlichen, die als Flüchtlinge in Deutschland Schutz suchen, willkommen sind.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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