Pressemitteilung 21.09.2015

Wohnungsmarkt: Zentralisierung birgt Gefahren

Zum Zusammenschluss der Deutsche Wohnen und der LEG Immobilien erklärt Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

Der Einfluss des Finanzmarkts auf den Wohnungsmarkt wird immer stärker. Innerhalb von neun Monaten ist mit Deutsche Wohnen und der LEG Immobilien ein zweiter Wohnungsriese entstanden, der über mehr als 250 000 Wohnungen verfügt – beim Zusammenschluss von Deutsche Annington und der Gagfah waren es sogar 350 000 Wohnungen.

Eine solche Konzentration auf dem Wohnungsmarkt durch Großkonzerne birgt viele Gefahren: Wohnen gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Es darf nicht an reinen Marktlogiken ausgerichtet werden, sondern muss in allererster Linie den Menschen und die Umwelt in den Blick nehmen. Wohnen muss klimafreundlich, bezahlbar und sozial sein. Wir fordern die Deutsche Wohnen auf, sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Hunderttausende Mieterinnen und Mieter sind von ihnen abhängig.

Die Bundesregierung muss den öffentlichen Wohnungsmarkt stärken. Sie muss deutlich mehr in den sozialen Wohnungsbau investieren. Außerdem fordern wir ein Verbandsklagerecht für Mieterverbände. Nur so kann das Ungleichgewicht zwischen Mieterinnen und Mietern und Konzernen wieder etwas ins Lot gebracht werden.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4396590