Pressemitteilung 29.04.2016

Eier-Kennzeichnung: Wirtschaft unterstützt mehr Transparenz

Zu den positiven Signalen für eine Kennzeichnungspflicht verarbeiteter Eier vom Bundesverband Deutsches Ei und dem Verein für kontrollierte Tierhaltung (Kat) erklären Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik, und Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Wir begrüßen die zukunftsweisenden Signale aus der Wirtschaft ausdrücklich. Sie sind für Landwirtschaftsminister Schmidt nicht mehr zu überhören. Da von ihm keine sinnvollen Impulse für Verbraucherschutz und Tierwohl zu erwarten sind, erhöht jetzt auch die Wirtschaft den Druck – das ist ein Novum. Wir fordern den Minister auf, den greifbaren Verbesserungen nicht im Wege zu stehen, wenn er schon selbst keinen konstruktiven Beitrag leistet.

Es ist ein Gewinn für Verbraucherinnen und Verbraucher, wenn klar erkennbar ist, welche Eier in Nudeln und Keksen verarbeitet sind. Es ist zudem ein Gewinn für den Tierschutz, wenn importierte Eier aus tierquälerischen Legebatterien nicht mehr unbemerkt ihren Weg in unsere Lebensmittelregale finden. Und es ist enorm wichtig für die Bäuerinnen und Bauern, die in Deutschland Hennen halten und im Moment mit billigem Ei-Pulver aus Käfig-Eiern konkurrieren müssen.

Wir sind überzeugt, dass eine Kennzeichnung von Eiprodukten schließlich dazu führen wird, dass Käfigeier immer weniger Abnehmer finden und ausgelistet werden. Die Einführung der Kennzeichnung auf Eier hat bewiesen: Bei Transparenz greifen immer mehr Menschen zu den Produkten mit mehr Tierschutz. Insgesamt gilt: Haltungssysteme der landwirtschaftlichen Tiere sollten klar erkennbar sind – bei Eiern und bei Fleisch.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4399089