Pressemitteilung 03.08.2016

Gute Personalentscheidungen im Endlagerbereich

Zur Ernennung des Präsidenten des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit und der drei Gründungsgeschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Diese Personalentscheidungen sind sehr gut und ein erster wichtiger Schritt für das zukünftige Endlagersuchverfahren.

Wolfram König hat als Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz viele Jahre unter Beweis gestellt, dass beim Umgang mit Atommüll Sicherheit stets Vorrang hat und dass sich auch auf konfliktreichem Terrain durch transparentes Vorgehen Vertrauen in die zuständige Behörde schaffen lässt.

Ursula Heinen-Esser hat sowohl in der letzten als auch in dieser Wahlperiode wesentlich dazu beigetragen, dass es den längst überfälligen Neustart bei Endlagersuche gibt, ohne den wir nicht zu einer verantwortbaren Lösung des Atommüllproblems kommen können.

Hans-Albert Lennartz hat dazu beigetragen, dass nach jahrzehnte­langem verantwortungslosen Umgang mit dem Atommülllager Asse seit 2009 unter schwierigen Bedingungen an einer verantwortbaren Lösung des Asse-Problems gearbeitet wird.

Mit Ewold Seeba als drittem Geschäftsführer kommt jemand hinzu, der in einer schwierigen Situation, als das neue Bundesamt aufgebaut werden musste, ohne schon agieren zu sollen, diplomatisches Geschick bewiesen hat.

Ein Wermutstropfen ist, dass die neue Bundesgesellschaft für Endlagerung wegen Verzögerungen der AKW-Betreiber noch nicht vollständig aufgebaut werden kann. Als Mehrheitseigner der bisherigen Endlagerfirma DBE legten sie die Gespräche zu der für die Neustrukturierung notwendigen Rückverstaatlichung der DBE monatelang auf Eis. Schon aus Fairness gegenüber den DBE-Mitarbeitern müssen die Konzerne ihr taktisches Hinhalten endlich aufgeben und den Weg für die neue Endlagergesellschaft frei machen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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