Pressemitteilung 14.12.2016

Aleppo: Russland muss Assad stoppen - Wiederholung der Gräueltaten droht in der Region Idlib

Zu den Entwicklungen in Aleppo erklären Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik und Dr. Franziska Brantner, Vorsitzende des Ausschusses für Zivile Krisenprävention:

Wir begrüßen die Entscheidung Russlands, einen Waffenstillstand für Ost-Aleppo auszurufen. Die verbleibenden eingeschlossenen Menschen müssen dringendst die Kampfgebiete sicher verlassen können und versorgt werden.

Umso besorgter und voller Unverständnis und Wut sind wir deshalb über die erneuten Beschüsse Ost-Aleppos durch das syrische Regime. Assad will diesen Kampf um jeden Preis militärisch gewinnen und bombardiert Zivilisten und verbleibende Rebellen gleichermaßen erbarmungslos. Russland muss schnellstens auf seinen Verbündeten einwirken, damit die Vereinbarung, dass alle verbleibenden Menschen Ost-Aleppo ohne Gefahr verlassen können, eingehalten werden kann.

Der Fall Aleppos an das syrische Regime ist nicht das Ende des Krieges. Wir müssen verhindern, dass sich in der Region Idlib, wohin viele Zivilisten und Rebellen aus Aleppo und dem Rest des Landes geflohen sind, nicht eine weitere Katastrophe abspielt. Hilfsorganisationen warnen, dass es dort im Falle einer Offensive gegen die Rebellen zu neuen Gräueltaten vergleichbar mit denen in Aleppo kommt.

Auch sind weiterhin über eine Million Menschen in belagerten Gebieten ohne Zugang zu Nahrung und medizinischer Versorgung. Hier muss unverzüglich eine Luftbrücke zum Einsatz kommen. Das Leiden der Menschen muss endlich ein Ende haben.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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