Pressemitteilung 06.12.2016

Glückwunsch zum Anti-Doping-Preis an Julia Stepanowa

Zur Verleihung des Anti-Doping-Preis 2016 des Doping-Opfer-Hilfevereins (DOH) an Julia Stepanowa erklären Monika Lazar, Obfrau im Sportausschuss, und Özcan Mutlu, Sprecher für Sportpolitik:

Wir gratulieren der russischen Leichtathletin und Whistleblowerin Julia Stepanowa herzlich zur heutigen Verleihung des Anti-Doping-Preises des DOH.

Stepanowa hatte als zentrale Kronzeugin das russische Staatsdopingsystem mitaufgedeckt. Diese mutige und selbstlose Entscheidung verdient den Respekt und die Anerkennung aller, die für einen sauberen Sport ohne Doping eintreten.

Die Verleihung des Preises an Stepanowa ist auch ein begrüßenswertes politisches Zeichen. Ein solches hätten wir uns auch vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) im Vorfeld der Olympischen Spiele von Rio gewünscht. Unverständlicherweise aber hat das IOC unter Thomas Bach einen Start von Julia Stepanowa bei den Olympischen Spielen verweigert.

Die Aufdeckung des Staatsdopings in Russland hat die Sportwelt erschüttert. Es steht zu befürchten, dass weitere Dopingskandale folgen werden. Deswegen brauchen wir im Sport dringend Strukturen, die Whistleblower ermutigen, schützen und anerkennen.

Der DOH leistet seit vielen Jahren und trotz unbefriedigend geringer Förderung aus dem Bundeshaushalt herausragende Beratungsarbeit für Betroffene des DDR-Zwangsdopings und bezieht in aktuellen Doping-Debatten Stellung.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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