Pressemitteilung 26.02.2016

Artenbericht der UN belegt gefährlichen Schwund von Bestäubern

Zur Vorstellung des UN-Berichtes des Weltrates für biologische Vielfalt (IPBES) über den weltweiten Bestand von Bestäubern und die Bedeutung von Bestäubung für die Nahrungsmittelproduktion erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Das UN-Gremium hat nun schwarz auf weiß bestätigt: Der schwindende Bestand von Bienen, Schmetterlingen und anderen Bestäubern ist besorgniserregend – und die Bedeutung der Bestäuber wird gefährlich unterschätzt. Ohne die natürliche Leistung der Tiere würden wir vor vielen leeren Supermarktregalen stehen. Die wirtschaftlichen Risiken, die ein Ausfall der Bestäuber haben könnte, sind mit Zahlen kaum zu beschreiben.

Spätestens jetzt ist die Faktenlage eindeutig, die Gefahrenquellen für den Rückgang der Bestäuber sind breit belegt. Jetzt muss gehandelt werden. Allen voran muss die intensive industrielle Landwirtschaft mit ihrem bienenschädlichen massenhaften Einsatz von Pestiziden endlich umlenken. Sie schwächt die Artenvielfalt und sorgt dafür, dass Bestäuber wie beispielsweise Bienen hierzulande bedroht sind.

Nun ist auch die Bundesregierung gefordert, konkrete Schutzmaßnahmen vorzulegen.

Wir brauchen endlich einen ambitionierten Plan zur Reduktion von Pestiziden. Auch für die Gruppe der Neonikotinoide identifiziert der Bericht nun eindeutig belegte Gefahren für die Wildbienen: Hier muss die Bundesregierung einen Plan zum Ausstieg entwickeln.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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