Pressemitteilung 16.02.2016

Studie zu Kabinenluft besorgniserregend

Zu der neuen Studie des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Göttingen zu giftigen Dämpfen in Flugzeug-Kabinen erklärt, Markus Tressel, Sprecher für Tourismuspolitik:

Das Ergebnis der Göttinger Studie, wonach bei Betroffenen schädliche Stoffe in Blut und Urin gefunden wurden, die vermutlich aus den Triebwerken stammen, ist besorgniserregend. Jetzt ist der Gesetzgeber gefragt: Er muss endlich verbindliche Richtlinien für die Qualität von Atemluft in Flugzeugen festlegen. Die Stoffe, die die Göttinger Mediziner gefunden haben, haben in Atemluft nichts verloren.

Die Große Koalition darf es Flugzeugherstellern nicht länger erlauben, sich um ihre Verantwortung für die Gesundheit von Passagieren und Crews zu drücken. Nervengiftfreie Triebwerksöle und Filter für Kabinenluft müssen Standard werden. Langfristig kann aber nur der Abschied von Zapfluftsystemen die Lösung sein.

Die Göttinger Studie ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber wir brauchen systematische epidemologische Untersuchungen. Der Blick von Berufsmedizinern für das aerotoxische Syndrom muss geschärft werden, damit Betroffene zu ihrem Recht kommen und die Hilfe erhalten, die sie benötigen.

Wir fordern von der Bundesregierung, umgehend einen Fahrplan vorzulegen, wie sie das Problem politisch angehen will. Wir werden das Thema giftige Kabinenluft auch im Bundestag in den Ausschüssen für Verkehr und Tourismus wieder auf die Agenda bringen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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