Pressemitteilung 25.02.2016

Vergleichsportale: Zu wenig Nutzen, zu viel Intransparenz

Zur heute veröffentlichten Untersuchung über Buchungs- und Vergleichsportale des Marktwächters Digitale Welt erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für
Verbraucherpolitik:

Die Untersuchung zeigt deutliche Defizite bei Vergleichsportalen auf. Häufig mangelt es an Transparenz, Angebotsvielfalt und einer klaren Preisanzeige. Portalbetreiber gaukeln den Verbraucherinnen und Verbrauchern einen vollständigen Marktüberblick vor, den sie oft aber gar nicht bieten. Sie suggerieren, dass sie Preise prüfen und die günstigsten anzeigen. Dabei sind die billigsten Preise häufig gar nicht auf den Portalseiten zu finden.

Die Bundesregierung lehnt sich bislang bequem zurück und tut nichts für den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie verkennt dabei die zentrale Rolle von Vergleichsportalen als Orientierungshilfe und Vermittler im Netz. Portale sollten dazu verpflichtet werden, wirtschaftliche Verflechtungen mit anderen Portalbetreibern und Anbietern offen zu legen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen wissen, ob und welche Provisionen fließen. Das gilt natürlich auch für die analoge Welt, zum Beispiel beim Vertrieb von Altersvorsorgeprodukten.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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