Pressemitteilung 21.02.2016

Weltweiter Biodiversitätsrat stellt erste Ergebnisse vor

Zum Start der Sitzung des Weltbiodiversitätsrates IPBES in Malaysia erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz:

 

Das katastrophale Ausmaß des Artensterbens hat längst die Grenze der Belastbarkeit unserer Erde überschritten. Deshalb ist es wichtig, dass der Weltbiodiversitätsrat eine ähnliche Durchschlagkraft wie der Weltklimarat erreicht, um das Artensterben zu erforschen und letztendlich aufzuhalten.

Erfreulich ist, dass in ein paar Tagen der erste Arbeitsbericht zum wichtigen Thema Bestäuber und Bienen vorgestellt wird. Ein Großteil unserer Nahrung ist von diesen Bestäubern abhängig. Doch dieser und folgende Berichte dürfen keine Papiertiger bleiben. Die Weltgemeinschaft und die Bundesregierung müssen die Ergebnisse des Rates ernst nehmen und in konkretes Handeln umsetzen. Allein in Deutschland sind ein Drittel der Arten gefährdet und die Situation von Wildbienen verschlechtert sich von Jahr zu Jahr. Die Bundesregierung muss endlich handeln und den Einsatz von bienengefährdenden Stoffen wie Neonicotinoiden beenden.

Hintergrund: Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES - Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) ist ein zwischenstaatliches Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung zu den Themen biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen. Der Rat wurde 2012 als Schnittstelle zwischen Forschung und Politik von der UN formell gegründet. Das Sekretariat befindet sich in Bonn.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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