Pressemitteilung 10.02.2016

Wolfzentrum: Einheitliche Linie ist wichtig

Zum Aufbau eines Wolfsberatungszentrums durch das Umweltministerium erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Es ist richtig, dass das Bundesumweltministerium nun endlich auf Bundesebene ein Wolfsberatungszentrum fördert, das die zuständigen Länder berät. Eine abgestimmte bundeseinheitliche Linie ist wichtig, denn Wölfe kennen keinen Föderalismus. Die Rückkehr des Wolfes ist ein Erfolg des Artenschutzes. Der Wolf braucht unser aller Bereitschaft, Natur und Wildnis zuzulassen – dem muss sich das Wolfsberatungszentrum mit sachlicher Aufklärung und Information widmen.

Damit die Rückkehr des Wolfes eine Erfolgsgeschichte bleibt und die Akzeptanz in der Bevölkerung weiterhin stark bleibt, braucht es ein gemeinsames Vorgehen der Länder. Dazu gehören klare und bundeseinheitliche Regelungen für Prävention und Kompensation von Schäden an Nutztieren. Auch beim Herdenschutz der Nutzziere gibt es noch viel zu tun. Warum sich das neue Wolfsberatungszentrum um dieses für Tierhalter zentrale Thema nicht kümmert, ist unverständlich. Hier scheinen sich schnöde Streitigkeiten um Zuständigkeiten zwischen dem Landwirtschafts- und dem Umweltministerium im Wege zu stehen – zu Lasten der Landwirte.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4398156