Pressemitteilung 28.01.2016

Armutskreislauf endlich durchbrechen

Anlässlich der Vorstellung des Kinderreports des Deutschen Kinderhilfswerks erklären Katja Dörner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und Dr. Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Die Ergebnisse des Kinderreports des Deutschen Kinderhilfswerks sind eindeutig und alarmierend. Noch immer sind in Deutschland rund drei Millionen Kinder von Armut betroffen und leiden unter der Chancenungleichheit unseres Bildungssystems. Die Bundesregierung hat bis heute nichts unternommen, die systematische Benachteiligung und den daraus folgenden Armutskreislauf zu durchbrechen.

Arm ein Leben lang, das darf nicht länger Realität für Familien sein. Wenn Kinder nach wie vor ein Armutsrisiko sind, dann läuft die Familienförderung in die falsche Richtung. Jedes Kind sollte dem Staat gleich viel Wert sein. Bildungs- und Teilhabechancen sind nach wie vor an die materielle Absicherung der Kinder geknüpft. Der Ausbau der Ganztagsschulen sowie eine umfassende Reform der Familienförderung sind längst überfällig.

Dabei müssen die besonderen Bedürfnisse Alleinerziehender berücksichtigt werden. Die bisherigen Reformen der Bundesregierung sind ein Tropfen auf den heißen Stein.

Laut UN-Kinderrechtskonvention hat jedes Kind ein Recht auf gesunde und entwicklungsfördernde Lebensbedingungen und eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander. Die Bundesregierung ist in der Pflicht, dies endlich umzusetzen. Ein wichtiger Schritt um die Rechte von Kindern in Deutschland zu stärken, ist die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

4397951