Pressemitteilung 11.01.2016

Forschungsbonus für kleine und mittlere Unternehmen

Zu Presseberichten über eine nachlassende Innovationstätigkeit im Mittelstand erklärt Kerstin Andreae, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

Der Bundeswirtschaftsminister muss die Warnsignale aus dem Mittelstand ernst nehmen. Kleine und mittlere Unternehmen fallen laut der Zahlen des DIHK-Innovationsreports und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) bei Forschungs- und Entwicklungsausgaben zurück. Weitblickende Wirtschaftspolitik muss jetzt gegensteuern. Denn Innovationen legen die Basis für die Wertschöpfung der Zukunft. In der Europäischen Union verzichten nur Estland und Deutschland auf eine steuerliche Innovationsförderung.

Die staatliche Innovationsförderung muss einfacher und unbürokratischer werden. Wir fordern den Bundeswirtschaftsminister auf, die bestehende Projektförderung durch einen steuerlichen Forschungsbonus zu ergänzen. Dieser soll allen kleinen und mittleren Unternehmen bis 250 Mitarbeitern offen stehen und 15 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsausgaben betragen. Diese Förderung lässt sich im Haushalt gegenfinanzieren, das haben wir bei den Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2016 gezeigt und werden noch im Frühjahr 2016 einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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