Pressemitteilung 07.07.2016

DBG-Umfrage: Ohne Urlaub und Erholung geht es nicht

Nach aktueller Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) lassen etwa ein Drittel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Urlaubstage verfallen, aus Sorge vor Arbeitsplatzverlust. Dazu erklärt Beate Müller‑Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte:

Es ist es völlig inakzeptabel, dass ein Drittel der Beschäftigten auf gesetzlich zustehende Urlaubstage verzichtet. Wenn Menschen auf ihren Urlaub verzichten, dann entgrenzt Arbeitszeit total. Wer auf Urlaub verzichtet, macht sich krank. Und wer das als Arbeitgeber zulässt, handelt unverantwortlich. Die Daten des DGB weisen außerdem noch auf einen besonderen Widerspruch hin: Vor allem Beschäftigte mit starken Arbeitszeitbelastungen - und entsprechend hohem Erholungsbedarf - schöpfen ihren Urlaub überdurchschnittlich häufig nicht aus. Das ist absolut kontraproduktiv.

Es ist auch widersinnig: Wenn Beschäftigte, die eh unter hohen Arbeitszeiten leiden, ernsthaft erkranken und unter den psychischen Belastungen ihrer Arbeit zusammenbrechen, verursacht das volkswirtschaftlich enorme Kosten – bis hin zur Frühverrentung. Notwendig ist deshalb eine neue Arbeitskultur - da stehen die Arbeitgeber in der Verantwortung. Wir brauchen zudem praxistaugliche gesetzliche Regelungen, die permanente Arbeitsverdichtung, zunehmende Arbeitsintensität und steigenden Stress verhindert, um so die Beschäftigten effektiv vor psychischen Belastungen zu schützen.

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