Pressemitteilung 13.07.2016

Fall Narges Mohammadi: Menschenrechtsverletzungen im Iran ansprechen

Zum Hungerstreik der inhaftierten iranischen Menschenrechtsaktivistin und Journalistin Narges Mohammadi erklärt Omid Nouripour, Sprecher für Außenpolitik und Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe:

Die Haftumstände von Narges Mohammadi widersprechen dem iranischen Recht und den internationalen Standards zum Umgang mit Gefangenen. Die Menschenrechtsaktivistin und Journalistin befindet sich in Einzelhaft und darf mit ihren Kindern nicht telefonieren. Zudem wird ihr notwendige ärztliche Versorgung immer wieder verwehrt.

Wegen ihrer verzweifelten Lage im Teheraner Evin-Gefängnis ist Narges Mohammadi vor mehr als zwei Wochen in den Hungerstreik getreten. Ihr Gesundheitszustand ist kritisch. Dieses drastische Zeichen sollte ein Weckruf für die internationale Gemeinschaft sein, sich für sie und die anderen zahlreichen politischen Gefangenen im Iran einzusetzen. Die Bundesregierung muss ihren Fall dringend bei ihren iranischen Gesprächspartnern ansprechen.

Die Wiederbelebung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran ist richtig und wichtig. Dabei dürfen allerdings die wiederholten Verstöße Irans gegen nationale und internationale Menschenrechtsregeln nicht unter den Tisch fallen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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