Pressemitteilung 13.07.2016

Fünf Jahre Lebensmittelklarheit.de: weiterhin politischer Handlungsbedarf

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Online-Plattform Lebensmittelklarheit.de, erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik:

Das Portal hat in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich zur Aufdeckung von Verbrauchertäuschungen und Irreführungen beigetragen. Die große Resonanz zeigt, dass dies notwendig ist. Lebensmittelklarheit.de ist daher ein wichtiges Instrument, um Verbraucherinnen und Verbraucher zu warnen und ihnen eine Stimme zu geben.

Der für Ernährung zuständige Bundesminister Schmidt hat es leider in seiner gesamten Amtszeit bisher nicht geschafft, selbst aktiv zu werden und Mogelpackungen oder bewusste Irreführungen endlich zu untersagen. Jahrelang hat er sich hinter der Ankündigung versteckt, die Deutsche Lebensmittelbuchkommission, die die Leitsätze für Lebensmittel und deren Beschaffenheit beschreibt, zu reformieren. Dieses Projekt ist jetzt abgeschlossen – mit magerem Ergebnis. Dass die Ergebnisse von Lebensmittelklarheit.de in Zukunft hier stärker berücksichtigt werden sollen, ist gut. Doch aufgrund der Zusammensetzung und der Ausstattung der Kommission ist weiter kein großer Wurf in Richtung mehr Transparenz zu erwarten.

Weiterhin fehlen gesetzliche Regelungen für verständliche, verlässliche Informationen auf den Produkten. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass in den Produkten auch tatsächlich das drin ist, was drauf steht. Deshalb müssen Zutaten und Herkunft einfach erkennbar und richtig sein. Wir fordern eine Haltungskennzeichnung analog zur Eierkennzeichnung, so dass auf den ersten Blick deutlich wird, wie Tiere gehalten wurden, deren Fleisch oder Milch man kauft.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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