Pressemitteilung 05.07.2016

Landfrauentag: Die Schmidt´sche Starrköpfigkeit überwinden

Zum Auftritt von Bundeskanzlerin Merkel beim morgigen Deutschen Landfrauentag in Erfurt erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

Der Auftritt von Bundeskanzlerin Merkel beim Landfrauentag ist eine Chance, die Agrarwende zur Chefinsache zu machen. Die Kanzlerin sollte mit Weitsicht die Schmidt´sche Starrköpfigkeit überwinden und den Agrarminister endlich zur Vernunft bringen. Die Probleme der Landwirtschaft müssen bei der Ursache angegangen werden. Ein oberflächliches Retuschieren von Symptomen kann keine politische Lösung sein.

Die Kanzlerin muss sich deutlich für eine verpflichtende Mengenreduzierung auf europäischer Ebene einsetzen und weitere Hilfen an die Landwirtschaft an eine Verringerung der Produktion knüpfen. Die Weichen werden in Europa gestellt. Wenn ihr Agrarminister Schmidt dazu nicht in der Lage ist, muss Angela Merkel sich direkt mit den anderen Regierungschefs der Mitgliedstaaten auf wirkungsvolle Maßnahmen einigen.

Der Kern des Problems ist die jahrelange falsche Ausrichtung der Agrarpolitik auf Mengenproduktion und Weltmarktführerschaft und eine ziellose Verteilung von Geldern mit der Gießkanne. Das zeigt sich nun in der Milchkrise. Wir brauchen kurzfristig eine deutliche Reduzierung der Menge auf dem Markt. Langfristig ist eine weitsichtige Politik nötig, die Vielfalt, lokale Qualität, regionale Wertschöpfung und ökologischere Erzeugung fördert. Die Kuh gehört wieder auf die Weide.

Den Landfrauen, ihren Männern und den Betrieben muss endlich wieder eine Perspektive gegeben werden, damit wir auch morgen noch eine Landwirtschaft haben und einen ländlichen Raum.

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