Pressemitteilung 18.07.2016

Schwesigs Familiengeld: zu enges Korsett

Anlässlich der Vorstellung zur Familienarbeitszeit von Bundesfamilienministerin Schwesig erklären Katja Dörner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und
Dr. Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

Das von Ministerin Schwesig heute vorgestellte Familiengeld hat ein viel zu enges Korsett für die meisten Familien. Deshalb wird es wirkungslos verpuffen. Es ist richtig, Familien mehr Zeit zu geben und die von den meisten Eltern gewünschte partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zu unterstützen. Mit dem engen Korridor von 80 bis 90 Prozent einer Vollzeitstelle, den beide Elternteile gleichzeitig erreichen müssen, verfehlt das Familiengeld das Ziel aber um Längen. Diesen unpraktikablen Vorschlag kann man vielleicht im öffentlichen Dienst realisieren – ansonsten werden kaum Eltern erreicht. Um alles unter einen Hut zu bringen, brauchen Familien flexible Angebote.

Wer in mehr Zeit für Familien investieren möchte, der sollte auch alle Familien erreichen. Ein zielgerichtetes Instrument wäre unsere KinderZeit Plus: 24 Monate lang, jeweils 8 Monate für Vater und Mutter und weitere 8 aufteilbar zwischen den beiden oder 24 Monate komplett für Alleinerziehende, auch über das erste Lebensjahr des Kindes hinaus. Flexibel ohne enges Stundenkorsett; wer zum Beispiel um ein Fünftel seine Arbeit reduziert, erhält fünfmal so lange KinderZeit Plus. Zeit für Kinder, Zeit für Familie, und zwar für alle. Das würde den Eltern wirklich helfen statt Schwesigs Scheinlösung.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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