Pressemitteilung 17.06.2016

Bundesregierung versagt beim Wildtierschutz

Vor 40 Jahren (20. Juni 1976) trat das internationale CITES Artenschutzübereinkommen in Deutschland in Kraft – ein Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten wildlebender Tiere und Pflanzen. Dazu erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Trotz der Erfolge der Artenschutzkonvention ist der internationale Handel mit Tieren und Pflanzen nach wie vor ein großes Problem für die Natur. Insbesondere Deutschland ist sowohl Dreh- und Angelpunkt für den Schmuggel als auch Absatzmarkt für legal und illegal gehandelte lebende Tiere und Tierprodukte. Die Große Koalition sieht den Problemen wissentlich zu, tut aber nichts dagegen.

Der kürzlich vorgelegte Antrag der Großen Koalition zum Wildtierschutz ist enttäuschend. Die Enttäuschung ist vor allem deswegen so groß, weil im Koalitionsvertrag von 2013 große Erwartungen geschürt und die richtigen Maßnahmen vereinbart wurden. Die Hoffnung war groß, dass die Bundesregierung dem illegalen Artenhandel im Sinne des Vorsorgeprinzips einen Riegel vorschieben wird. Doch leider findet sich keine der Forderungen aus dem Koalitionsvertrag in dem vorgelegten Antrag wieder.

Wir fordern die Bundesregierung auf, ihren Koalitionsvertrag umzusetzen und den Handel mit und die private Haltung von exotischen und Wildtieren bundeseinheitlich zu regeln, Importe von Wildfängen in die EU grundsätzlich zu verbieten und gewerbliche Tierbörsen für exotischen Tiere zu untersagen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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