Pressemitteilung 30.06.2016

Hebammen-Haftpflichtspirale endlich stoppen

Zum Anstieg der Haftpflichtprämien für freiberufliche Hebammen erklärt Elisabeth Scharfenberg, Mitglied im Gesundheitsausschuss:

Dieses Jahr steigt die Prämie nur um knapp zehn Prozent – und nicht um 20 wie die Jahre zuvor. Was auf den ersten Blick wie ein Erfolg aussieht, bedeutet aber auch: Die Ausgaben für freiberufliche Hebammen steigen weiter. Es muss endlich eine nachhaltige Lösung für die steigenden Haftpflichtprämien gefunden werden - bevor noch mehr Hebammen ihren Beruf aufgeben. Denkbar wäre eine Versicherung nach den Regelungsprinzipien der Unfallversicherung für alle Gesundheitsberufe, die sowohl solidarische wie ausgleichende Elemente enthält und gemeinwohlorientiert ist.

Hebammen fehlen zunehmend in Krankenhäusern, bei außerklinischen Geburten, in der Vor- und Nachsorge. Frauen müssen sich in manchen Regionen anstrengen, eine Hebamme zu finden. Und die ist dann überlastet. So kann es nicht weitergehen. Junge Familien brauchen Verlässlichkeit, dazu gehören auch ausreichend Hebammen. Eine Datenlage muss Informationen zu Personalmangel und Unterversorgung liefern. Es muss klar sein, wie viele Hebammen es für eine gute Geburtsbetreuung braucht. Diese Hebammen müssen dann auch finanziert werden.

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