Pressemitteilung 02.03.2016

Artensterben: Bundesregierung ignoriert die Folgen

Zum Internationalen Tag des Artenschutzes am 3. März erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Das Artensterben geht ungebremst weiter – inzwischen gilt ein Drittel aller Arten weltweit als akut bedroht. Dieser Verlust an Tieren und Pflanzen ist unumkehrbar und bringt kaum kalkulierbare Risiken für unser komplexes Ökosystem und damit auch für uns und kommende Generationen. Wir können es uns nicht leisten, weiterhin die Grenze des Planeten beim Artenreichtum zu überschreiten ohne weitreichende negative Folgen für unseren Planeten.

Der Weltrat für biologische Vielfalt (IPBES) zeigte erst letzte Woche in seinem UN-Bericht schwarz auf weiß, welche Gefahr vom Aussterben der Bestäuber, insbesondere der Wildbienen, ausgeht. In Deutschland sind 41% der Wildbienenarten gefährdet. Das ist erschreckend, hängen doch weltweit ein Drittel des Obst- und Gemüseanbaus von Bestäubern ab. Diese ökonomischen Folgen des Artensterbens insbesondere vor dem Hintergrund steigender Weltbevölkerung werden auch von der Bundesregierung völlig ignoriert.

Die Liste der Versäumnisse dieser Regierungskoalition ist lang: Es fehlt ein Ausstieg aus dem Einsatz bienengefährlicher Gifte auf dem Acker, es fehlt eine stringente Düngegesetzgebung und es fehlen überzeugende Finanzierungsinstrumente für den Naturschutz in der Landwirtschaft.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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