Pressemitteilung 22.03.2016

Fall Sawtschenko: Bemühungen für Freilassung aufrechterhalten

Zum Urteil im Prozess gegen die ukrainische Pilotin Nadija Sawtschenko erklärt Marieluise Beck, Sprecherin für Osteuropapolitik:

So sehr die lange Haftstrafe für Nadija Sawtschenko zu erwarten war, so brutal ist sie für die junge Frau. Wird das Urteil tatsächlich vollstreckt, wird sie erst als 56-Jährige wieder in Freiheit sein. In einem Schauprozess, der nichts mit einem rechtsstaatlichen Verfahren gemein hatte, hat die russische Justiz Nadija Sawtschenko missbraucht, um mit der Ukraine abzurechnen.

Die causa Nadija Sawtschenko ist der derzeit prominenteste, aber nicht der einzige Fall, in dem Bürger der Ukraine nach Russland entführt und dort von der gelenkten Justiz für lange Jahre hinter Gitter gebracht worden sind. So wurde der ukrainische Regisseur Oleg Sentsow im August 2015 zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Die internationale Gemeinschaft ist aufgerufen, ihre Bemühungen für die Freilassung von Nadija Sawtschenko, Oleg Sentsow und anderer aufrechtzuerhalten und diesen groben Verstoß gegen das Völkerrecht durch den Kreml nicht wegen anderer vom Westen gewünschter "Partnerschaften" widerspruchslos hinzunehmen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

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